Tadjikistan
Mit Yaks und Kamelen zum Dach der Welt
23 Tage Entdeckerreise mit Geländewagen, Lastkamelen und Yaks

Der östliche Pamir ist umgeben von gewaltigen Gebirgszügen. Wie ein Schutzwall schliessen sie sich um eine der entlegensten, rauhesten und unbekanntesten Hochebenen der Erde.
Zu den Höhepunkten zählt ein dreitägiges Kameltrekking mit Nomaden und ein Trekking mit Yaks als Lasttieren im Gebiet des spektakulär gelegenen Zor-Kul-Sees.
Noch bis vor kurzem war der östliche Pamir als Reiseziel so exotisch wie zu Zeiten Marco Polos, dessen Weg im 13. Jahrhundert auch hier vorbeiführte. Wie sehr der Tourismus noch in den Kinderschuhen steckt, verrät allein der Umstand, dass es in diesem versteckten Hochland (noch) keine Hotels gibt. Das ist ein grosser Gewinn, denn die Gastfreundschaft der Pamiri ist legendär. Wir übernachten in der familiären Geborgenheit privater Unterkünfte, sitzen auf den weichen Teppichen behaglicher Jurten und trinken gesalzenen Tee mit Ziegenmilch und Butter. Mit den Kamelen reiten wir von Sommerweide zu Sommerweide, sind wie Nomaden Sonne und Wind ausgesetzt und wie sie auf der Suche nach Futterplätzen für die Tiere
Die Höhepunkte der Reise
- 3-tägiges Trekking mit Lastkamelen von Sommerweide zu Sommerweide
- 3-tägiges Trekking mit Yaks mit Blick auf den Hindukusch
- Begegnung mit Nomaden, mit den wir Alltag und Erfahrungen teilen
Programm
1.-3. Tag: Anreise nach Duschanbe (Dushanbe) und Kala-i Khumb
Nachmittags von Frankfurt aus startend erreichen wir Duschanbe (Dushanbe) in den frühen Morgenstunden. Am späteren Vormittag des zweiten Reisetages, nach einer kurzen, aber hoffentlich erholsamen Nachtruhe, schauen wir uns ein wenig die grosszügig angelegte Hauptstadt Tadschikistans (Tadjikistans) an, die in ihrer ursprünglichen Anlage durch breite Boulevards und zahlreiche Parks geprägt ist. Nachmittags unternehmen wir einen Ausflug zum Fort Hissar, das einen Panoramablick über das gleichnamige Tal bietet.
Am dritten Tag starten wir in Richtung Pamir. Uns erwartet ein reiner Fahrtag, wir müssen nichts weiter tun, als die Landschaft zu betrachten, die an uns vorbeizieht. Die wird zusehends gebirgiger, je weiter wir nach Osten vordringen. Wir folgen den Tälern der Flüsse Tavildara und Vakksh und überwinden mit dem 3.250 m hohen Saghrirdasht-Pass den ersten geografischen Höhepunkt der Tour. Ziel dieser Tagesetappe ist Kala-i Khumb, wo wir in privaten Gastzimmern übernachten.
Die Stadt gehört bereits zum „Gorno-Badachschanskaya Autonomnaya Oblast“ (GBAO), einer bis heute abgelegenen Region, in der im ausgehenden 19. Jahrhundert britische und russische Interessen aufeinander prallten. Resultat dieses „Great Game“ genannten Kräftemessens war die gemeinsame Festlegung der Grenzen des russischen Reiches, die zugleich eine Pufferzone zur britischen Kronkolonie Indien vorsah. So wurde aus dem ansonsten wirtschaftlich unattraktiven Hochland ein strategischer Aussenposten Moskaus. Das ging so weit, das West- und Ostpamir später sogar autonomen Status erhielten und zum „Gorno-Badachschanskaya Autonomnaya Oblast“ zusammengefasst wurden. In administrativer Hinsicht besteht diese Autonomie immer noch, auch wenn die Region heute zum Staatsgebiet Tadschikistans (Tadjikistans) gehört. Mit dem Ende der Sowjetherrschaft endeten allerdings die massiven Subventionen aus Moskau, darunter v. a. Futterexporte für die örtliche Viehhaltung sowie Brennstoff- und Lebensmittelversorgung der stark gestiegenen Bevölkerung. Andererseits eröffnete die Privatisierung der Wirtschaft neue Möglichkeiten, zunächst im Handelssektor, seit kurzem jedoch auch im touristischen Bereich.
4.-5. Tag: Im Gebiet des Fedchenko-Gletschers
Heute durchfahren wir zum ersten Mal das Panj-Tal, das über viele Kilometer die Grenze zum Nachbarland Afghanistan markiert und in historischer Zeit ein wichtiger Zweig der Seidenstrasse war. Doch folgen wir dem Panj zunächst nur für eine kurze Strecke und biegen schon bald nach Osten in das Seitental des Vanch ab. Tags darauf brechen wir von Poi Mazar zum so genannten Bärengletscher (Medvezhiy-Gletscher) auf, der seinerseits Teil des gewaltigen Fedchenko-Gletschersystems ist. Dieses System erstreckt sich über 270 km² und gilt mit seinen 77 km Länge als längster Gletscher der Welt.
Natürlich wird unsere Tageswanderung keine echte Gletscherexpedition, denn die würde viel Erfahrung, entsprechende Vorbereitung und spezielle Ausrüstung erfordern. Doch erhalten wir an der Zunge des Bärengletschers einen lebhaften Eindruck von der Grössenordnung dieses Gletschersystems. Allein der Blick hinauf zum steilen „ Gletscher der Geografischen Gesellschaft“ (Geograficheskogo Obshchestva) ist Belohnung für die Mühen des Aufstiegs.
6.-8. Tag: Durch das Bartang-Tal
Von Poi Mazar kehren wir zurück in Panj-Tal, durchfahren es ein Stück Richtung Süden, verlassen es dann aber erneut nach kurzer Strecke, um ins Bartang-Tal einzubiegen. Die nächsten vier Tage stehen ganz im Zeichen dieses Tals, dessen oft schluchtartiger Charakter seinem Namen – Bartang bedeutet so viel wie „schmaler Durchlass“ – alle Ehre macht und durch dessen enge Windungen wir nach rund 160 km schliesslich das Hochland des Ostpamir erreichen.
Doch zunächst machen wir Station in dem kleinen Dorf Yemts dicht hinter dem Taleingang. Dort erleben wir auch gleich die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die uns von nun an die ganze Reise begleiten wird. Hier im Bartangtal haben sich bis heute viele altpamirische Traditionen erhalten. U. a. wird uns immer wieder das traditionelle pamirische Haus begegnen, das die Einheimischen „Chid“ nennen und dessen vielfältige Symbolik sich über Jahrhunderte herausgebildet hat. In ihr verbinden sich Elemente zoroastrischer Herkunft mit Vorstellungen der pamirischen Ismaeliten. Nach dem Imam Ismail ibn Djafar nennt sich eine relativ kleine, in ihrer Auslegung des Koran gemässigte Glaubensrichtung der islamisch-schiitische Glaubensgemeinschaft, die im Osten des heutigen Tadschikistan (Tadjikistan) vor langer Zeit Fuss gefasst hat. Der Überzeugung der Pamiris zufolge soll ein Haus das Universum nachbilden. Fünf Pfeiler tragen in der Regel die Holzdecke des Hauptraums – entsprechend den fünf Propheten des ismaelitischen Islam. Zugleich dienen die Häuser Orte des täglichen Gebets, da es in GBAO bis heute keine Moscheen gibt.
Am 7. Reisetag schlängeln wir uns durch das Tal nach Osten bis zu dem Ort Basid. Auch hier treffen wir auf „Chid“ und die damit verbundenen altpamirischen Traditionen. Tags darauf brechen wir zu einer leichten Tageswanderung in die Umgebung auf, in deren Verlauf wir den nahe gelegenen Wald von Devloh erkunden.
9.-10. Tag: Karakul und Murghab
Heute verlassen wir das Bartang-Tal und gelangen nun endgültig in die Bergregion des östlichen Pamir. Dieses abgelegene Gebiet erreicht flächenmässig in etwa die Grösse der Schweiz und besteht im Wesentlichen aus einem ausgedehnten Hochplateau. Die durchschnittliche Höhe beträgt rund 4.100 Meter, wir selbst erreichen im weiteren Verlauf unserer Tour 4.780 Meter erreichen. Dabei bewegen wir uns durch eine grösstenteils vegetationslose, wüstenhafte Umgebung, die oft genug alle Kennzeichen einer Mondlandschaft trägt. Charakteristisch sind die scharfen Grate kahler Höhenzüge, deren nadelspitze Gipfel sich über einer von Gletschern glatt und rund gescheuerten Ebene erheben. Immer wieder ergeben sich überwältigende Ausblicke auf die umliegenden Gebirgszüge, die zu den höchsten der Welt zählen und das Plateau wie ein schützendes Bollwerk umgeben: im Norden Alai und Tien Shan, im Osten der Kun Lun Shan mit dem fast 7.500 Meter hohen Mustagh Ata, im Süden Karakorum und Hindukush, im Westen die gewaltigen schneebedeckten Häupter des Ismoil Somoni und des Korshenevskaya. Nicht umsonst trägt dieses abgeschottete, einsame Hochland den Beinamen Bam-i Dunya: Dach der Welt.
Viel Regen fällt nicht auf dieses Dach, und doch gibt es an den Ufern des Aksu, des Alichur und des Pamir, aber auch entlang kleinerer Flüsse und Bäche in den Hochtälern frische grüne Bergwiesen. Fernab jeder Zivilisation folgen sie den vielfach gewunden Wasserläufen wie fruchtbare Girlanden und sind ein Paradies für Wildblumen, Bienen und Schmetterlinge. Hierher kommen die Nomaden mit ihren Tieren, und hierher zieht es auch uns immer wieder.
Jailoo heissen diese Sommerweiden, und heute suchen wir eine von ihnen auf. Sie heisst Jalang und liegt im Kokui-Bel-Tal westlich des Kara Kul, des mit Abstand grössten Sees Tadschikistans (Tadjikistans). Bestimmt begegnen wir dort Nomadenfamilien. Die Hirten wie überhaupt die Einwohner des östlichen Pamir sind fast ausschliesslich kirgisischer Herkunft. Ursprünglich kommen sie aus den städtischen Oasen am nördlichen Rand des Hochplateaus und sprechen im Gegensatz zur ethnisch vielfach gemischten Bevölkerung im Westen des Pamir die Turksprache ihrer Heimat. Sie sind es, die seit Generationen mit ihren Herden über die rauen Hochebenen ziehen, die in den Tälern Bewässerungskanäle für ihre mageren Ernten in den Fels schlagen und gelegentlich mit weit entfernten Marktorten in Afghanistan, aber auch mit Händlern im uzbekischen Bukhara und im chinesischen Kashgar Waren austauschen.
Wie Nomaden übernachten wir heute in einer Jurte. Zuvor allerdings überqueren wir den Kok-Jat-Pass, passieren bei Ak Tash einen Meteoritenkrater und bekommen auf einer kurzen Wanderung bei Shorolu die ersten Geoglyphen zu Gesicht – auch dies eine charakteristische Erscheinung der Region, die uns noch mehrfach begegnen wird. Diese Geoglyphen sind nach Aussage archäologischer Zeugnisse mehrere tausend Jahre alt. Überdimensionale Steinsetzungen ähnlicher Art gibt es auch anderswo auf der Welt. Sie sind wie Bilder oder Zeichnungen auf der flachen Ebene ausgelegt und in ihrem ganzen Umriss nur von oben zu erkennen. Der Sinn dieser Perspektive, die das menschliche Auge nicht erfassen kann, bleibt rätselhaft. Die Geoglyphen der östlichen Pamirregion gehören in der Regel in die Periode der Saka-Kultur, die während der frühen Eisenzeit grosse Teile Zentralasiens prägte und von der es offenbar auch Verbindungen zum Reiter- und Steppenvolk der Skythen gab.
Auf unserem weiteren Weg, der uns nun nach Südosten führt, staunen wir am Strand des Karakul über die weithin in der Sonne glitzernde Wasserfläche dieses gewaltigen Gebirgssees. Anschliessend erklimmen wir in unseren Fahrzeugen den 4.550 Meter hohen Ak-Baital-Pass und gelangen schliesslich nach Murghab. Die Stadt ist das administrative Zentrum des Murghab Rayon, der den grössten Teil des östlichen Pamir ausmacht, und zugleich die einzige grössere Ortschaft in dieser Region überhaupt. Murghab, das früher Pamirski Post hiess, wurde 1891 gegründet und erfüllte mehr als ein Jahrhundert lang die Funktion des militärischen und administrativen Hauptquartiers der hier stationierten russischen Grenztruppen.
Wir übernachten in einer jener Unterkünfte, wie sie typisch sind für den gerade erst zaghaft beginnenden Fremdenverkehr im östlichen Pamir. Dabei handelt es sich üblicherweise um Gästezimmer in Privathäusern oder -wohnungen, die oft wie Jurten liebevoll und gemütlich mit einer Vielzahl von Teppichen ausgestattet sind. Die Ähnlichkeit mit den traditionellen Nomadenzelten kommt nicht von ungefähr: Erst die sowjetische Verwaltung war es, die die ursprünglich nomadische bzw. halbnomadische Bevölkerung verstärkt in Städten und Dörfern ansiedelte. Zu jener Zeit flossen regelmässige und nicht unbeträchtliche Subventionen in diese abgelegene Gegend, die für Moskau einen hohen strategischen Wert besass. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion bleibt diese Förderung aus, was die Lebensbedingungen der hier lebenden Menschen rapide verschlechtert hat. Dessen ungeachtet zählen sich die Pamiri zu den gastfreundlichsten Völkern überhaupt. Mit entsprechend offenen Armen und Herzen werden wir empfangen.
11.-13. Tag: Kameltrek von Sommerweide zu Sommerweide
Wir fahren in Richtung Nordosten und gelangen zunächst nach Rang Kul zum Ufer des gleichnamigen Sees (3.780 Meter). In seinem Wasser spiegeln sich die niedrigen Höhenzüge des Rang Kul Pamir. Auf dem Shatyput-Wüstenplateau treffen wir auf die Kamele und ihre Führer, die uns die nächsten drei Tage begleiten werden. Mit ihnen gemeinsam ziehen wir los wie zu Zeiten der grossen Handelskarawanen, die das chinesische Reich mit dem Mittelmeer verbanden. Da die Tiere geführt werden, ist keine Reiterfahrung notwendig und der Kopf ist frei für die weite Steppenlandschaft, die uns umgibt. Bei guter Sicht können wir vielleicht sogar den mächtigen vergletscherten Gipfel des Mustagh Ata erkennen, der bereits auf chinesischem Boden steht.
Unser Weg führt von Sommerweide zu Sommerweide, von Jurte zu Jurte. Wir teilen das Leben der Nomaden, sind wie sie Sonne und Wind ausgesetzt und wie sie auf der Suche nach Futterplätzen für die Tiere. Dort grasen ihre Herden, die ihr ganzer Reichtum sind: Schafe, Ziegen, vereinzelt Kamele, vor allem aber Yaks, die zottigen robusten Hochlandrinder Zentralasiens. Deren Milch ist das Grundnahrungsmittel schlechthin, die verschiedensten Speisen und Getränke werden daraus gewonnen, u.a. Chakka, eine Art Kefir mit Kräutern. Die örtliche Küche ist mit ihren Milchprodukten ganz den Gegebenheiten dieser kargen Bergregion angepasst. Wieder und wieder werden wir in den Genuss der für den Pamir so kennzeichnenden Gastfreundschaft kommen. Und immer wird zum Abschluss der gemeinsamen Mahlzeiten gesalzener Tee mit Ziegenmilch und Butter gehören – eine nahrhafte Speise für sich und von innen wärmend, wenn draussen der Wind geht.
Doch keine Sorge: Das Klima hier ist im Sommer gewöhnlich trocken und vergleichsweise mild. Trotzdem ist zwischendurch alles möglich: Sturm, Regen, Hagel, ja sogar Schnee mitten im August. Und es kann durchaus passieren, dass mittags 30 Grad herrschen und abends Bodenfrost. Umso eher begreifen wir, wie geschickt sich die Halbnomaden diesen Verhältnissen angepasst haben. Während unseres Kameltreks überschreiten wir den 4.500 Meter hohen Kukurt-Pass, steigen dann zur Jailoo Jol Boruluk hinab und gelangen schliesslich in das Kok-Beles-Tal, wo wir uns am 13. Tag von unseren Begleitern verabschieden und zurück nach Murghab fahren.
14.-17. Tag: Yak-Trekking zu den Gebirgsseen Zor Kul und Chakan Kul
Heute wenden wir uns nach Süden. Dort, im Shakharakh-Tal, erwartet uns erneut ein Höhepunkt der archäologischen Geschichte des Landes: die sehr gut erhaltenen Felsmalereien von Shakhty, die in die Zeit zwischen 8000 und 5000 v. Chr. datiert werden. Wir übernachten in einer Jurte auf der Jailoo Keng Shiber und beginnen am nächsten Morgen unser dreitägiges Trekking im gebirgigen Seengebiet im äussersten Süden des tadschikischen (tadjikischen) Ostpamir gleich gegenüber den majestätischen Gipfeln des afghanischen Hindukush. Dabei folgen wir den Weiderouten der wild lebenden Marco-Polo-Schafe. Diese Arkhar, wie sie auf Kirgisisch heissen, besitzen ausgesprochen lange Hörner und leben in Herden von bis zu 30 und mehr Tieren zusammen, die meist nach Geschlechtern getrennt sind und sich nur zur Zeit der Paarung für einige Monate vereinigen. Durch Abholzung und Erosion sind die Arkhar mittlerweile vom Aussterben bedroht. Überdies sind sie sehr scheu, doch mit etwas Glück werden wir einige von ihnen zu Gesicht bekommen. Sehr viel grösseres Glück braucht man, um einen der sehr seltenen Schneeleoparden zu sichten. Die Chance ist etwa genauso gross wie die, auf den berühmten Yeti zu treffen, der u.a. auch im Pamir herumgeistern soll. Andere Bewohner dieser Gegend sind Hasen und graue Hamster, ausserdem – auf Höhen über 4.000 Metern – Füchse, Wölfe und vereinzelt auch Braunbären. Vielleicht begegnen wir sogar einem der riesigen Bartgeier oder sehen einen Adler majestätisch über die Bergspitzen kreisen.
Mit uns ziehen Yaks als Lasttiere – die einzigen, die in dieser Gegend verfügbar sind. Sie tragen die Zelte, unser Gepäck und auch die Vorräte unserer kleinen Expeditionsküche. Unser Weg führt uns am 15. Tag in einem vier- bis fünfstündigen Aufstieg auf den 4.780 Meter hohen Bel-Ayrik-Pass, von dem aus wir bei klarem Wetter einen Panoramablick auf die Nordwand des Hindukush und auf den Zor Kul geniessen. In dessen Tal steigen wir anschliessend hinab und schlagen unser Lager auf. Tags darauf wandern wir zum Chakan Kul (4.135 Meter), dessen Wasseroberfläche unter dem meist wolkenlosen Himmel azurblau schimmert und an dem wir unser zweites Camp errichten. Unser Ziel am 17. Tag ist der Kok-Jigit-See, wo unser Trekking mit einer Jurtenübernachtung endet.
18.-19. Tag: Aufbruch ins Panj-Tal
Im Geländewagen geht es am Zor Kul entlang. In der Mitte des 20 Kilometer langen Sees verläuft die Grenze zu Afghanistan. Wir folgen dem Lauf des Pamir in Richtung Südwesten und machen unterwegs einen kurzen Stopp an der Burg Ratm, die den ersten Hinweis darauf liefert, dass wir uns auf einer historisch bedeutsamen Handelsroute befinden. Bei Langar, wo wir übernachten, treffen wir auf das Tal des Wakhan. Hier vereinigen sich Pamir und Wakhan zum Panj, dem längsten und geschichtsträchtigsten Strom Tadschikistans (Tadjikistans). Dieser wird uns nun fast bis zum Ende der Reise begleiten.
Mit dem Erreichen des Panj haben wir die Hochebenen des östlichen Pamir endgültig verlassen und bewegen uns nun auf einer jener Routen, die einst die Seidenstrasse nahm. Entsprechend zahlreich sind die (inter)kulturellen Zeugnisse, die unseren Weg säumen. Auf der Strecke von Langar nach Ishkashim, die am 19. Reisetag auf dem Programm steht, sehen und erleben wir den Sufischrein des Mubarak Kaddam, die alte Befestigungsanlage bei Yamchun, die heissen Quellen von Bibi Fatima und die Buddha-Stupa von Vrang.
20.-23. Tag: Über Khorog zurück nach Duschanbe (Dushanbe)
Heute besuchen wir Garm Chashma, einen schön gelegenen Erholungsort, dessen Mineralquellen heilsame Wirkung haben. Nachmittags gelangen wir nach Khorog, dramatisch eingebettet zwischen rauen Bergen. Hier strömen dem Panj gleich zwei Flüsse zu: der Gunt, der in seinem Oberlauf auch Alichur genannt wird, und die kürzere Shakhdara. Khorogs Klima ist, abgesehen von den kalten Wintern, sehr angenehm und erlaubt eine dichte Vegetation aus Obstbäumen und Pappeln. Wir befinden uns in dem einzigen Ort des Pamir, der tatsächlich den Namen Stadt verdient. Besonderen Ruf geniesst der Botanische Garten, den wir uns ebenso ansehen wie das örtliche Museum und den Basar. Sogar ein Theater gibt es hier.
Auf unserer Weiterfahrt am 21. Tag verengt sich das Panj-Tal immer wieder zu klaffenden Schluchten, die – sofern die Zeit ausreicht – zu wiederholten Stopps verlocken. Von Kala-i-Khumb, unserem nächsten Etappenhalt, den wir schon vom Beginn der Reise her kennen, brechen wir am Morgen des 22. Reisetages frühzeitig auf, denn vor uns liegt der uns ebenfalls bereits bekannte Saghirdasht-Pass. Unsere letzte Nacht in Tadschikistan (Tadjikistan) verbringen wir in einem Hotel in Dushanbe.
23. Tag: Rückflug
Frühmorgens Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt.
Im Preis inbegriffen
- Linienflug ab Frankfurt (andere Abflughäfen möglich, teils gegen Aufpreis)
- Rundreise im Geländewagen (max. 4 TeilnehmerInnen pro Fahrzeug)
- 3-tägiges Kameltrekking mit Lastkamelen (Tage 11-13)
- 3-tägiges Trekking mit Yaks als Lasttieren (Tage 15-17)
- Ganztageswanderungen (Tage 5 + 8)
- 4 Hotelübernachtungen
- 11 Homestays
- 5 Jurtenübernachtungen (Gemeinschaftsjurte)
- 2 Zeltübernachtungen
- Camping-Ausrüstung mit 2-Personen-Zelten und Expeditionsküchexpeditionsküche
- Vollpension
- Trinkwasser während der Rundreise
- alle Besichtigungen, Exkursionen und Eintritte gemäss Programm
- Naturschutzgebühr für Trekkingtouren
- Besorgung der offiziellen Einladungsschreiben (sofern erforderlich)
- Englisch sprechender lokaler Guide
Teilnehmerzahl
7 - 12 TeilnehmerBei Nichterreichen der Mindestbeteiligung kann der Reiseveranstalter bis spätestens 21 Tage vor Reisebeginn vom Vertrag zurücktreten. In der Regel informieren wir unsere Kunden aber früher und bieten Alternativen an.
Hinweise und Anforderungen
Diese Reise wird in Zusammenarbeit mit Nomad Reisen durchgeführt. Es gelten deren Reisebedingungen.




